Gedenkveranstaltung am 11. Juni 2010 in Dessau
Freitag, 11. Juni 2010

Gedenkveranstaltung am 11. Juni 2010 in Dessau

Alberto Adriano – zehn Jahre danach

 

Der Mord an Alberto Adriano, der am 11.06.2000 auf der Rückkehr von einer privaten Feier im Dessauer Stadtpark der Gewalttat fremdenfeindlicher, rechtsextremer Täter zum Opfer fiel, hat vor zehn Jahren die ganze Republik erschüttert. Erstmals seit der Wende wurde in ganz Deutschland mit großer Betroffenheit und viel Engagement über das Problem rechtsextremer, fremdenfeindlicher und antisemitischer Gewalt diskutiert, erstmals berichteten die großen Medien über das Ausmaß der Gewalt, aber auch der gesellschaftlichen Intervention durch rechtsextreme Gruppierungen
 
 

Und diese Debatte sollte Folgen haben:

 

  • Ziivilgesellschaftliche Initiativen, die schon seit Jahren über Rechtsextremismus und Gewalt aufklärten, fanden endlich Gehör und neue Möglichkeiten der Projekt-Finanzierung.

  • In der Bundeshauptstadt etablierte sich mit dem Verein Gesicht zeigen e. V. ein bundesweites prominent besetztes Netzwerk von Menschen, die in der Öffentlichkeit präsent sind und gegen Rechtsextremismus Position beziehen.


  • Die damalige Bundesregierung rief den Aufstand der Anständigen aus und legte mit den Programmen Civitas, Xenos und Entimon den Grundstein für die Förderung zivilgesellschaftlicher Arbeit in Deutschland.


  • Große Medien reagierten in der Folge mit Projekten wie „Mut gegen rechte Gewalt“, um die Bevölkerung auf das Ausmaß des Rechtsextremismus hinzuweisen und Handlungsmöglichkeiten zur Stärkung der Demokratie aufzuzeigen.


 

  • Dessau und das Bundesland Sachsen-Anhalt gerieten mit diesem Vorfall in negative Schlagzeilen, aber auch hier widmen sich Politik und Zivilgesellschaft seitdem mit erhöhter Aufmerksamkeit der Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Stärkung einer demokratischen Kultur.

 

 
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Willkommen

 

Am 1. Januar 2007 startete das neue Programm "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Bundesregierung hat sich vor dem Hintergrund der weiten Verbreitung des Rechtsextremismus zum Ziel gesetzt, gerade bei jungen Menschen die demokratische Kultur und das zivile Engagement zu stärken sowie Toleranz und Weltoffenheit zu fördern.

Das präventiv ausgerichtete Programm knüpft an die Erfahrungen aus dem Ende 2006 ausgelaufenen Aktionsprogramm der Bundesregierung "Jugend für Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" an. Für das Programm werden jährlich 19 Mio. Euro Bundesmittel zur Verfügung gestellt.

Angesprochen werden sollen insbesondere junge Menschen, rechtsextremistisch gefährdete Jugendliche, Migrantinnen und Migranten sowie Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer.

Im Förderschwerpunkt "Entwicklung integrierter lokaler Strategien" entwickeln Kommunen/ Landkreise/ Zusammenschlüsse von Gebietskörperschaften zusammen mit den zivilgesellschaftlichen Akteuren vor Ort einen Lokalen Aktionsplan. Dieser beruht auf einer spezifischen Analyse der Problemlagen des Fördergebietes, verfolgt mit konkreten Maßnahmen und Entwicklungsschritten eine langfristig integrierte Strategie zur Demokratieentwicklung und fördert lokale Vernetzungen und Kommunikationsstrukturen.

Anträge zu Einzelprojekten können bei der zuständigen Lokalen Koordinierungsstellen eingereicht werden. Beachten Sie bitte bei der Entwicklung von Maßnahmen die Leitlinien des Programmbereichs „Entwicklung integrierter lokaler Strategien“ sowie die Anforderungen des Lokalen Aktionsplans.

Leitlinien Entwicklung integrierter lokaler Strategien 

Weitere Informationen zum Bundesprogramm „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ finden Sie im Internet auf
http://www.vielfalt-tut-gut.de