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Sonntag, 24. August 2008 |
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Die Organisatoren des gestrigen Straßenfestes „Schöner leben ohne Nazi-Nachbarn“ im Magdeburger Stadtteil Alte Neustadt ziehen eine positive Bilanz. Nachdem Anfang August ein rechtsextremer Treffpunkt im Stadtteil bekannt wurde, fanden sich in wenigen Tagen verschiedene Initiativen und Anwohner zusammen, um gemeinsam ein öffentliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. „Mit Blick auf die kurze Vorbereitungszeit von nur zweieinhalb Wochen sind wir mit der Resonanz mehr als zufrieden“, so ein Sprecher des Kulturanker e.V. „Das mehrstündige Bühnenprogramm und die Kinderstraße, die Stände der demokratischen Parteien und Initiativen aus dem Stadtteil sowie drei Ausstellungen sprachen mehrere Hundert Bürger der Alten Neustadt, darunter viele Familien mit Kindern, an.“
Eröffnet wurde das Straßenfest vom Landtagspräsidenten Dieter Steinecke (CDU), weitere Redner waren u.a. die Mitglieder des Landtages Lydia Hüskens (FDP) und Eva von Angern (Die Linke) sowie Rüdiger Koch (SPD), Kulturbeigeordneter der Landeshauptstadt Magdeburg.
Unterstützt wurde die Veranstaltung neben Sponsoren aus der Wirtschaft mit Mitteln der Landeshauptstadt Magdeburg, der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und dem Lokalen Aktionsplan für Demokratie und Toleranz. Ein Sprecher der Koordinierungsstelle äußerte sich im Anschluss an das Straßenfest ebenfalls positiv: „In geradezu vorbildlicher Weise haben hier die Anwohner eines Stadtteils ehrenamtliches Engagement für die Stärkung der Demokratie gezeigt.“ Zugleich wünscht er sich eine Fortsetzung der Auseinandersetzung mit rechtsextremen Aktivitäten in der Alten Neustadt: „Ich bin davon überzeugt, dass die Akteure gestärkt aus dem Straßenfest hervorgehen und es gelingt, tragfähige Strukturen zur Auseinandersetzung mit den lokalen rechtsextremen Herausforderungen zu etablieren.“
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Freitag, 22. August 2008 |
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Oberbürgermeister und Landtagspräsident unterstützen Initiative von engagierten Magdeburgern
Nachdem in der ersten Augustwoche die Polizei im Stadtteil Alte Neustadt ein Treffen von rund 100 Rechtsextremen aus Sachsen-Anhalt und angrenzenden Bundesländern aufgelöst hat und dabei auf massive Gegenwehr stieß, haben sich couragierte Bewohner des Stadtteils, unterstützt von einer Reihe von kleinen Firmen, Läden, Künstlern, Vereinen und anderen gesellschaftlichen Organisationen spontan zusammengetan, um am Samstag, dem 23. August, in der Rogätzer Straße /Salzwedler Straße ein Fest „für Alt und Jung und eine bunte Neustadt“ unter dem Motto „Schöner leben ohne Nazi-Nachbarn“ zu organisieren.
Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper unterstützt diese spontane und engagierte Aktion: „Ich schließe mich dem Aufruf der Initiatoren – zeigt Zivilcourage und Engagement, bringt euch mit Ideen und Projekten ein. Zeigen wir der braunen Meute, dass hier kein Platz für sie ist!“ - mit Nachdruck an und fügt hinzu: „Tragen Sie mit Ihrer Anwesenheit am Samstag dazu bei, dass auch hier, in der Alten Neustadt, in dem fast 800 Jahre alten Stadtteil im Herzen von Magdeburg, der Mob keine Chance hat. Sorgen Sie mit dafür, dass Sie, Ihre Kinder, Nachbarn, Alte und Junge, hier weiter gern leben – im Sinne einer sympathischen, weltoffenen, lebens- und liebenswerten Stadt.“
Der „Sport- und Freizeittreff e.V.“, der die Räume, in denen sich die Rechtsradikalen trafen, gemietet hatte, hat sich als Reaktion auf das geplante Stadtteilfest mit einen Flugblatt an die Bewohner des Stadtteils gewandt.
Hier stellt sich der Verein als wohl national, jedoch verfassungskonform dar, verleugnet auch nicht die eindeutig politische Ausrichtung, sondern weist ausdrücklich auf die Nähe zu den „Freien Kameradschaften“ aus Sachsen-Anhalt und der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ hin. Diese Gruppierungen zeigen sich u.a. für die jährlichen Aufmärsche zum Jahrestag der Bombardierung der Stadt Magdeburg mit bundesweiter Beteiligung der rechtsextremen Szene verantwortlich.
„Diese Leute lehnen unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung als Basis unseres Zusammenlebens und damit auch jene Toleranz ab, die sie selbst für sich so nachdrücklich einfordern“, so Dr. Lutz Trümper. Der Präsident des Landtages von Sachsen-Anhalt, Dieter Steinecke, und der Beigeordnete für Kultur, Schule und Sport der Landeshauptstadt Magdeburg, Dr. Rüdiger Koch, werden zu Beginn der Veranstaltung um 15.00 Uhr sprechen.
Mit einem bunten Programm, bei Grillwurst und Bier, Aktionen für Kinder, Live-Musik u.v.a.m. wird die Alte Neustadt dann bis 23.00 Uhr ein ganz besonderes Stadtteilfest feiern.
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Dienstag, 19. August 2008 |
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Schule ohne Rassismus: Integriertes Projekt zur Begleitung von Magdeburger Schulen gestartet
 „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein bundesweites Programm, das durch ein vom Lokalen Aktionsplan gefördertes Projekt intensiver als bisher an Magdeburger Schulen herangetragen werden soll. Dabei sollen zum einen Schulen mit der Idee vertraut gemacht werden und zum anderen aktuelle Titelträger auf ihrem weiteren Weg der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit unterstützt werden. Somit zielt das Projekt auf ein funktionierendes Netzwerk, um im Mikrokosmos Schule weitere Ziele zu erreichen. An der Spitze steht die Gewinnung von SchülerInnen, eigeninitiativ gegen jede Form der Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen und so einen Beitrag zu einer gewaltfreien, demokratischen Gesellschaft zu leisten. Die Schulen erhalten dabei Unterstützung von verschiedenen Trägern, die mit speziellen Angeboten die Auseinandersetzung mit dem Thema intensivieren. Neben Beratungen bietet der Trägerverbund Workshops und Projekttage, Lesungen, begleitete Aufführungen von Filmen, Zeitzeugen- und Autorengespräche, ein Videoprojekt mit SchülerInnen und Ausstellungen zum Thema an.
Die Angebote der verschiedenen Träger können von allen interessierten Magdeburger Schulen ab August 2008 in Anspruch genommen werden. Die Servicestelle beim Offenen Kanal Magdeburg erreichen Sie unter Telefon 0391 / 73 91 327
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