1. Juli: Einweihung weiterer Stolpersteine
Sonntag, 29. Juni 2008

1521 Magdeburger Jüdinnen und Juden wurden Opfer der Shoa, darunter 287 Kinder. Am 18. März 2007 wurde in der Landeshauptstadt im Beisein des Oberbürgermeisters Dr. Lutz Trümper der erste "Stolperstein" für den 1933 von den Nazis aus dem Rathaus gejagten Bürgermeister Dr. Herbert Goldschmidt verlegt. Am 1. und 2. Juli 2008 lässt der Kölner Künstler Günter Demnig weitere dieser 10 x 10 cm großen Steine in den Gehweg ein - zumeist vor dem letzten selbstgewählten Wohnort der Opfer. Auf der Messingplatte finden sich neben Name, Geburtstag und der Ort sowie das Datum ihrer Ermordung.

 

Alle Magdeburgerinnen und Magdeburger sind herzlich eingeladen, am 1. Juli um 15.00 Uhr an der Einweihung der "Stolpersteine" in der heutigen Walter-Rathenau-Straße teilzunehmen und der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. In der damaligen Königstraße 62-65 hatte die europaweit bekannte Zirkusfamilie Blumenfeld ihren Sitz. 

 

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7. Juli: Landesweiter Workshop zu "Schule ohne Rassismus"
Freitag, 20. Juni 2008

sorlogoDie Landeszentrale für politische Bildung als Koordinatorin für das Land Sachsen-Anhalt lädt alle Schülerinnen und Schüler zu einem landesweiten Workshop nach Magdeburg ein. "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist eine Plattform für das Engagement von Schüler/innen und Lehrer/innen gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung. Durch die Beteiligung vieler Menschen hat sich die Initiative in den letzten 20 Jahren zu Deutschlands größtem Schulnetzwerk entwickelt. 

Der Workshop findet am 7. Juli 2008 im Kulturzentrum Moritzhof (Moritzplatz 1) statt. Beginn ist um 9.30 Uhr.   

 

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Straßenbahn für Vielfalt eingeweiht
Mittwoch, 18. Juni 2008

Eine neue Straßenbahn in Magdeburg fragt ihre Fahrgäste:
„Neben wem wollen Sie sitzen?“

 

Magdeburg kann als vermutlich erste Großstadt auf eine Straßenbahn für Vielfalt verweisen. In Anwesenheit der Integrationsbeauftragten des Landesregierung, Kommunalpolitiker/innen, dem Polizeipräsideten sowie Vertreter/innen beider Kirchen wurde die Straßenbahn am Montag feierlich eingeweiht. Sie dient damit für die nächsten zwei Jahre als Plattform für kreative Aktionen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Spenden von Sponsoren sowie Gelder aus dem Lokalen Aktionsplan ermöglichten die Realisierung der Idee.

 

Straßenbahn für Vielfalt

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Willkommen

 

Am 1. Januar 2007 startete das neue Programm "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Bundesregierung hat sich vor dem Hintergrund der weiten Verbreitung des Rechtsextremismus zum Ziel gesetzt, gerade bei jungen Menschen die demokratische Kultur und das zivile Engagement zu stärken sowie Toleranz und Weltoffenheit zu fördern.

Das präventiv ausgerichtete Programm knüpft an die Erfahrungen aus dem Ende 2006 ausgelaufenen Aktionsprogramm der Bundesregierung "Jugend für Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" an. Für das Programm werden jährlich 19 Mio. Euro Bundesmittel zur Verfügung gestellt.

Angesprochen werden sollen insbesondere junge Menschen, rechtsextremistisch gefährdete Jugendliche, Migrantinnen und Migranten sowie Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer.

Im Förderschwerpunkt "Entwicklung integrierter lokaler Strategien" entwickeln Kommunen/ Landkreise/ Zusammenschlüsse von Gebietskörperschaften zusammen mit den zivilgesellschaftlichen Akteuren vor Ort einen Lokalen Aktionsplan. Dieser beruht auf einer spezifischen Analyse der Problemlagen des Fördergebietes, verfolgt mit konkreten Maßnahmen und Entwicklungsschritten eine langfristig integrierte Strategie zur Demokratieentwicklung und fördert lokale Vernetzungen und Kommunikationsstrukturen.

Anträge zu Einzelprojekten können bei der zuständigen Lokalen Koordinierungsstellen eingereicht werden. Beachten Sie bitte bei der Entwicklung von Maßnahmen die Leitlinien des Programmbereichs „Entwicklung integrierter lokaler Strategien“ sowie die Anforderungen des Lokalen Aktionsplans.

Leitlinien Entwicklung integrierter lokaler Strategien 

Weitere Informationen zum Bundesprogramm „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ finden Sie im Internet auf
http://www.vielfalt-tut-gut.de